Kunstrasen hat echte Nachteile, und die sollten Sie vorher abwägen. Die wichtigsten: die Oberfläche wird in der Sonne wärmer als Naturrasen, die Investition fällt am Anfang an statt verteilt über die Jahre, Pflege bleibt erforderlich, und es bleibt ein hergestelltes Material mit einer Produktionswirkung und einer Verwertungsfrage am Ende der Nutzungsdauer.
Bei anhaltendem Sonnenschein wird eine Kunstrasenfläche wärmer als Naturrasen. Bei Spiel- und Sportnutzung im Sommer ist das ein reales Thema. Verschattung durch Bäume oder ein Sonnensegel und die Wahl von Farbe und Rasentyp beeinflussen, wie stark sich das auswirkt, den Unterschied zu Naturrasen heben sie jedoch nicht auf.
Die Kosten fallen vor allem am Anfang an: Erdarbeiten, Tragschicht, Material und Einbau. Danach entfallen Mähen, Düngen und Nachsäen, Pflege verschwindet aber nicht. Reinigen und Bürsten bleiben nötig, und bei Sportflächen und Fallschutzbelägen empfehlen wir mindestens einmal jährlich eine maschinelle Pflege. Was das umfasst, steht unter wie viel Pflege eine Kunstrasen-Sportfläche braucht.
Kunstrasen wächst nicht, verändert sich nicht mit den Jahreszeiten und leistet nicht das, was eine bewachsene Fläche ökologisch leistet. Wo die grüne oder ökologische Funktion eines Geländes im Vordergrund steht, ist das ein schwerwiegender Nachteil. Und es kommt der Zeitpunkt, an dem die Fläche wieder herauskommt; dann stellt sich die Frage, welcher Verwertungsweg zur Verfügung steht. Das ist einer der Gründe, warum ONE-DNA™ um ein einziges Polymer herum entworfen ist, siehe ist Kunstrasen nachhaltig.
Mikroplastik und die Debatte um Granulat
In Deutschland wird Kunstrasen vor allem über Mikroplastik diskutiert. Die Beschränkung nach der Verordnung (EU) 2023/2055 betrifft das Inverkehrbringen synthetischer polymerer Mikropartikel, für Kunstrasen also polymere Füllstoffe wie Gummigranulat, mit einer Übergangsfrist bis zum 17. Oktober 2031. Sie ist kein Nutzungsverbot für bereits eingebaute Flächen. Quarzsand ist ein mineralisches Verfüllmaterial und fällt nicht unter diese Beschränkung. Unabhängig davon bleibt Faserabrieb ein Thema, das über Randabschlüsse, Entwässerung und Pflege gesteuert wird und bei der Planung mitgedacht gehört.
Wo eine Fläche intensiv, planbar und ganzjährig bespielbar sein muss, stößt Naturrasen an Grenzen: Sie wird kahl, matschig oder unbespielbar, und zwar genau in der Zeit, in der sie am meisten genutzt wird. Auf einem Schulhof, einem Multifunktionsfeld oder unter Spielgeräten wiegt diese Verfügbarkeit oft schwerer als die Nachteile oben. Das ist eine Abwägung im Einzelfall, keine allgemeine Aussage.
Wir sind für Sie da.