Nachhaltigkeit ist keine Eigenschaft, die sich mit einer einzigen Aussage über Kunstrasen feststellen lässt. Ob eine Kunstrasenfläche die verantwortbare Wahl ist, hängt von mehreren Punkten zugleich ab: der Umweltwirkung des Produkts, dem Materialaufbau, der technischen Standzeit und der Eignung für die Anwendung, der Pflege, die weiterhin nötig bleibt, und dem Nutzwert der Fläche, die dadurch entsteht. Diese Frage lässt sich deshalb nur projektbezogen beantworten, und am besten mit Zahlen.
Eine Ökobilanz, kurz LCA, berechnet die Umweltwirkungen eines Produkts nach einer festen Methodik, sodass sie vergleichbar werden statt Ansichtssache zu bleiben. Für fünf ONE-DNA™ Produkte ist diese LCA in einer bei MRPI registrierten EPD nach EN 15804+A2 festgehalten: Vista 30, Elan 35, Orion 40, Play 24 und Sage 45. Die LCA wurde von EcoReview NL erstellt und von Ulbert Hofstra, SGS Intron, extern verifiziert. Wichtig für die richtige Einordnung: Diese EPD bewerten die Herstellungsphase, Module A1 bis A3. Die späteren Lebenszyklusmodule sind darin nicht deklariert. Sie sagen also etwas darüber aus, wie das Produkt hergestellt wird, nicht über die gesamte Kette bis zur Verwertung.
Wo diese Daten vorliegen, nutzen wir sie als Entscheidungsgrundlage bei der Wahl von Produkten und Systemaufbauten. In Deutschland ist die LCA nach EN 15804+A2 dafür der übliche methodische Rahmen; sie erlaubt einen Vergleich auf gleicher Grundlage, sofern die Systemgrenzen übereinstimmen. Eine LCA ist damit Entscheidungsgrundlage. Sie ist kein Gütezeichen, das ein Produkt für nachhaltig erklärt.
ONE-DNA™ ist um ein einziges Polymer herum ausgelegt. Diese Entscheidung verringert die Materialkomplexität und soll höherwertige Verwertungswege nach der Nutzung ermöglichen. Was am Ende der Nutzungsdauer tatsächlich mit einer Fläche geschieht, hängt vom Eigentümer, von der Sammlung, der Logistik und der verfügbaren Verwertungsinfrastruktur ab. Für Recycling auszulegen und tatsächlich zu recyceln sind also zwei verschiedene Dinge, und wir stellen sie auch nicht als eines dar.
Eine Sport- oder Spielfläche muss außerdem schlicht funktionieren: intensiv bespielbar sein, dort sicher sein, wo Sicherheitsanforderungen gelten, und ganzjährig Raum bieten zum Spielen, Bewegen, Sporttreiben und für Begegnung. Wir suchen deshalb die Balance zwischen einer möglichst geringen nachweisbaren Umweltwirkung, technischer und funktionaler Eignung und dem Nutzwert der Fläche. Wie wir dabei entscheiden, lesen Sie unter Nachhaltigkeit. Warum der Begriff umweltfreundlich für eine ganze Produktkategorie zu absolut ist, erläutern wir unter Ist Kunstrasen umweltfreundlich?.
Wir sind für Sie da.