Ja, in Gärten mit Hunden und Katzen wird Kunstrasen häufig eingesetzt. Die Fragen dazu drehen sich fast immer um dieselben Punkte: Urin, Geruch und ob die Fläche der Beanspruchung standhält. Die kurze Antwort: Urin sickert durch die Matte in die Schicht darunter, und die Faser verfärbt sich dadurch in der Regel nicht.
Kunstrasen hält Urin nicht zurück, die Schicht darunter kann das jedoch. Liegt eine gut wasserdurchlässige Tragschicht darunter, sickert die Flüssigkeit ab und Regen spült den Rest nach. Liegt darunter ein geschlossener Untergrund, etwa Beton oder Bitumen ohne dränierende Schicht, bleibt sie stehen und es entsteht Geruch, siehe Kunstrasen auf Bitumen. Das ist die wichtigste Entscheidung, und sie fällt beim Aufbau, nicht im Nachhinein. Warum die Schicht unter der Matte für die Ableitung bestimmend ist, lesen Sie unter Wie wird das Wasser abgeführt?.
Festen Kot entfernen und die Stelle mit Wasser nachspülen. In einer trockenen, warmen Periode ist das besonders wichtig, weil dann kein Regen diese Arbeit übernimmt. Hat Ihr Hund einen festen Platz, spülen Sie diesen regelmäßig nach. Verwenden Sie klares Wasser oder höchstens etwas Haushaltsseife, keine Bleiche und keine aggressiven Reiniger, siehe Kunstrasen selbst reinigen. Kratzen und Spielen sind für die Matte unproblematisch. Graben tun Hunde darin meist nicht, schlicht weil es nichts zu riechen gibt. Haben Sie dennoch einen Buddler, ist ein gut befestigter Rand der Punkt, auf den es ankommt.
Dort liegt der Fall anders als im Garten, denn die Beanspruchung ist höher und es wird häufiger und gründlicher gereinigt. Der Aufbau muss dann dem Abspülen standhalten und das Wasser muss schnell abfließen können. Ein System ohne Einstreuung kann in dieser Situation sinnvoller sein, weil es dann keine Sandschicht gibt, in der sich Schmutz festsetzt. Geben Sie bei einer Anfrage an, dass es um eine Tieranwendung geht, dann berücksichtigen wir das in der Beratung.
Planen Sie Kunstrasen in einem Haushalt mit Tieren? Geben Sie das bei Ihrer Anfrage an, dann sehen wir uns Fasertyp, Einstreuung und vor allem den Aufbau darunter an. Besprechen Sie Ihre Situation in einem Orientierungsgespräch.
Wir sind für Sie da.