Wie wasserdurchlässig ist Kunstrasen?
Kunstrasen ist gut wasserdurchlässig. Ein herkömmlicher Kunstrasenbelag hat Drainagelöcher, durch die Niederschlagswasser in den Unterbau abfließt. Je nach Typ liegt die Wasserdurchlässigkeit bei bis zu etwa 60 Litern pro Minute und Quadratmeter.
Bei ONE-DNA™ Kunstrasen funktioniert das anders. Der Rücken ist über nahezu die gesamte Fläche wasserdurchlässig. Niederschlagswasser muss deshalb nicht erst zu einem Drainageloch fließen, sondern versickert dort durch den Belag, wo es auftrifft. Für ONE-DNA™ wurde nach EN 12616 eine Wasserdurchlässigkeit von ≥650 L/min/m² gemessen, umgerechnet mindestens 39.000 mm Wasser pro Stunde.
Die Wasserdurchlässigkeit des Belags ist allerdings nur ein Teil einer funktionierenden Entwässerung. Auch Tragschicht und Untergrund müssen das Wasser aufnehmen und ableiten können. Ein sehr durchlässiger Belag verhindert also nicht automatisch Staunässe, wenn der darunterliegende Aufbau nicht ausreichend durchlässig ist. Für Kunststoffrasenflächen im Sportbereich gibt DIN 18035-7 den Rahmen für den Aufbau vor.
Was in Deutschland zusätzlich zählt
Niederschlagswasser soll nach § 55 Absatz 2 WHG ortsnah versickert werden, soweit dies ohne Beeinträchtigung des Wohls der Allgemeinheit möglich ist; in Nordrhein-Westfalen konkretisiert das Landeswassergesetz diese Anforderung. Für die Planung heißt das: die Versickerungsfähigkeit des Untergrunds und der geplante Anschluss sind früh zu klären, nicht erst bei der Ausführung. Ob eine Kunstrasenfläche im Rahmen der gesplitteten Abwassergebühr als versiegelte Fläche eingestuft wird, richtet sich nach der Satzung der jeweiligen Kommune und lässt sich nicht allgemein beantworten. Fragen Sie das im konkreten Fall bei Ihrer Kommune ab.
Wir sind für Sie da.