Kunstrasen erwärmt sich in der Sonne stärker als Naturrasen. Naturrasen kühlt sich durch Verdunstung selbst, Kunstrasen kann das nicht. Beim Aufwärmverhalten lässt sich Kunstrasen am ehesten mit einem Pflasterbelag vergleichen.
Nicht automatisch. In einer kontrollierten Freilandmessung in Sydney wurden am 9. Februar 2022 bei wolkenlosem Himmel und rund 32 °C Lufttemperatur acht Spielflächenbeläge nebeneinander mit einer Infrarotkamera erfasst. Die höchsten gemessenen Oberflächentemperaturen lagen bei 84,5 °C für langflorigen Kunstrasen, 81,1 °C für dunkelblauen SBR-Gummi, 77,8 °C für dunkelgrünes EPDM, 71,8 °C für dunkelbraunes TPV, 65,0 °C für blaues TPO, 55,1 °C für Naturrasen, 53,7 °C für beiges EPDM und 48,7 °C für weißes TPO.
Entscheidend ist dabei weniger das Material als die Farbe: zwischen dem dunkelsten und dem hellsten Gummibelag lagen über 32 °C, mehr als zwischen Kunstrasen und dem wärmsten Gummi. Für einen Schulhof, eine Kita-Fläche oder einen Spielplatz heißt das: nicht die Materialfrage allein entscheidet, sondern Farbe, Aufbau, Ausrichtung, Verschattung und die Nutzungszeit. Quelle: Pfautsch, Wujeska-Klause und Walters, Building and Environment 223 (2022), 109500, kontrollierte Messreihe. Die Werte gelten für die dort geprüften Beläge und Bedingungen, nicht pauschal für jede Ausführung.
Wie warm die Fläche wird, hängt von Sonneneinstrahlung, Farbe, Aufbau und Beschattung ab. Wer die Fläche an heißen Tagen intensiv nutzt, plant deshalb am besten Schatten ein oder wässert die Fläche kurz vor der Nutzung. Wir sehen uns Ihren Standort an und beraten Sie dazu, welche Ausführung und welche Beschattung an Ihrer Stelle sinnvoll sind.
Wir sind für Sie da!