Pauschal nicht, und so lässt sich die Frage auch nicht beantworten. Der eigentliche Unterschied ist, dass die Stoßdämpfung eines Kunstrasenaufbaus messbar ist und die einer Rasenfläche nicht. Ein Rasen hat keine festgestellte kritische Fallhöhe, denn sie ändert sich mit Wetter, Jahreszeit, Bodenart und damit, wie oft an dieser Stelle gelaufen wird.
Bei einem Kunstrasenaufbau mit Elastikschicht wird die kritische Fallhöhe nach DIN EN 1177 ermittelt, und dieses Ergebnis ist reproduzierbar. Maßgeblich ist dabei immer der konkret geprüfte Gesamtaufbau aus Kunstrasen, Verfüllung und Elastikschicht, nie der Rasenbelag allein. Für ONE-DNA™ Play 24 mit 25 kg/m² Quarzsand hat die ISP GmbH in Münster nach DIN EN 1177:2018-03 folgende kritische Fallhöhen ermittelt: 1,45 m mit ProPlay 25, 1,91 m mit ProPlay 35, 2,40 m mit ProPlay 45, 2,80 m mit ProPlay 55 und 3,27 m mit ProPlay 70. Wird eine dieser drei Komponenten geändert, gilt der Prüfwert nicht mehr, siehe Stürze auf Kunstrasen. . Bei einer Rasenfläche gibt es eine solche Zahl nicht, und ein ausgetrockneter Sommerboden verhält sich bei einem Sturz völlig anders als derselbe Boden im März.
Bei einer Spielfläche mit Geräten geht es um Nachweisbarkeit: dort muss belegbar sein, dass der Untergrund zur freien Fallhöhe des Geräts passt, und das ist bei einem geprüften Aufbau möglich und bei Rasen nicht, siehe die Berechnung des Fallraums. . Bei einer Spielfläche ohne Geräte zählt etwas anderes: Kunstrasen bleibt nach Regen nutzbar, während eine Rasenfläche dann matschig und rutschig wird, siehe ist Kunstrasen bei Nässe rutschig. . Und Naturrasen hat wiederum Eigenschaften, die Kunstrasen nicht hat, etwa Kühlung durch Verdunstung. Es geht also nicht um besser oder schlechter, sondern darum, welche Eigenschaft Sie an dieser Stelle brauchen.
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