Der Unterschied liegt vor allem in Verfügbarkeit und Planbarkeit. Eine Kunstrasenfläche braucht keine Regenerationszeit, ist auch kurz nach Regen wieder nutzbar, bleibt eben und behält ihre Eigenschaften bei intensiver Nutzung. Bei Frost, Schnee oder stehendem Wasser wird auch auf Kunstrasen nicht gespielt. Naturrasen wird bei derselben Belastung kahl oder matschig und braucht Erholungsphasen. Wo eine Fläche viele Nutzungsstunden leisten muss, ist das der entscheidende Unterschied.
Naturrasen verlangt Mähen, Düngen, Nachsäen und Bewässern. Kunstrasen verlangt Reinigen und Bürsten, bei Sport- und Fallschutzflächen zusätzlich maschinelle Pflege. Es ist also eine andere Art von Pflege in einem anderen Rhythmus, nicht einfach weniger Arbeit. Was das konkret bedeutet, steht unter wie viel Pflege eine Kunstrasen-Sportfläche braucht.
Auf Kunstrasen lassen sich Linierung und Spielelemente fest einarbeiten, mehrere Sportarten auf einer Fläche kombinieren und Farben einsetzen, die auf Naturrasen nicht haltbar sind. Es wird kein Schlamm ins Gebäude getragen, was auf einem Schulhof oder im Vereinsheim einen Unterschied macht. Und unter Spielgeräten lässt sich ein Kunstrasensystem stoßdämpfend ausführen. Diese Eigenschaft gehört zum geprüften Systemaufbau aus Rasenbelag, Elastikschicht und gegebenenfalls Verfüllung zusammen und wird nach DIN EN 1177 ermittelt, nicht zu Kunstrasen als Kategorie. Siehe wie der Fallraum unter einem Spielgerät berechnet wird.
Naturrasen bleibt die naheliegende Wahl, wo die grüne und ökologische Funktion im Vordergrund steht, wo die Nutzungsintensität gering ist, oder wo eine Fläche sich bewusst mit den Jahreszeiten verändern darf. Die ehrliche Gegenseite dieser Abwägung steht unter welche Nachteile Kunstrasen hat.
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