Ein grüner Schulhof ist in erster Linie eine naturnahe Gestaltung: Bäume, Sträucher, Beete, Hügel und wasserdurchlässige Flächen statt einer durchgehend versiegelten Fläche. Ob sich das für Ihre Schule lohnt, hängt davon ab, was der Hof leisten soll. In der Praxis geht es selten um entweder naturnah oder befestigt, sondern um eine sinnvolle Aufteilung zwischen beidem.
Pflanzflächen und Bäume verschatten den Hof, nehmen Regenwasser auf und schaffen Räume für ruhiges Spiel und Beobachten. Für Schulen ist außerdem relevant, dass unterschiedlich gestaltete Zonen unterschiedliche Kinder erreichen: Nicht jedes Kind sucht in der Pause Bewegung im Ballspiel.
Genau dort, wo täglich hunderte Kinder gleichzeitig laufen, bremsen und spielen, hält Naturrasen der Belastung meist nicht stand. Diese Zonen sind im Frühjahr und Herbst oft matschig und über Wochen nicht nutzbar. Für solche Bereiche kommt Kunstrasen infrage, und dort liegt auch unser Beitrag. Kunstrasen ersetzt dabei keine Vegetation und macht einen Hof nicht ökologisch grüner. Er hält eine intensiv genutzte Fläche über das Jahr hinweg deutlich zuverlässiger bespielbar, sodass die naturnahen Bereiche nicht durch Dauerbelastung zerstört werden.
Sinnvoll ist eine Zonierung: ruhige und bepflanzte Bereiche, aktive Bewegungsflächen, und dazwischen Wege und Übergänge. Welcher Belag wohin gehört, ergibt sich aus der Nutzung, nicht aus einem Gestaltungsideal. Für Bereiche mit Spielgeräten kommt die Sicherheitsanforderung hinzu: Nach DIN EN 1176-1 ist ab einer freien Fallhöhe von 600 mm ein stoßdämpfender Untergrund erforderlich, und der Fallraum muss frei von Hindernissen bleiben. Dieser Flächenbedarf sollte bereits im Entwurf berücksichtigt werden.
Für den Schulbetrieb in Nordrhein-Westfalen sind daneben die Regelwerke der Unfallkassen relevant, insbesondere DGUV Regel 102-601 für die Branche Schule und DGUV Information 202-022 zu Außenspielflächen und Spielplatzgeräten. Sie richten sich an den Schulträger als Betreiber und beschreiben, worauf bei Gestaltung, Betrieb und Kontrolle zu achten ist.
Beginnen Sie mit der Frage, welche Bereiche des Hofs heute nicht funktionieren und warum. Aus dieser Bestandsaufnahme ergibt sich, wo naturnahe Gestaltung sinnvoll ist und wo eine belastbare Fläche gebraucht wird. Wir planen und bauen den Kunstrasenanteil und stimmen ihn auf die übrige Gestaltung ab; die Pflanzarbeiten und die vorbereitenden Erdarbeiten werden in der Regel bauseits oder über einen örtlichen GaLaBau-Betrieb ausgeführt.
Wir sind für Sie da.